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Alberto Fuguet wurde 1964 in Chile geboren, wuchs aber in Encino, Kalifornien, auf. Im Alter von elf Jahren musste er wieder nach Chile zurückkehren. Er studierte an der Universität von Chile in Santiago Journalismus und war als Reporter, Filmkritiker und Kolumnist tätig. Ende der 80er Jahre nahm er an der Schreibwerkstatt von Antonio Skármeta und José Donoso teil.
Sein erstes Buch war ein Band mit Erzählungen, Sobredosis (1990), und wurde mit dem Premio Municipal de Santiago ausgezeichnet. Es folgten die Romane Mala onda (1991), Por favor, rebobinar (1994) und Tinta roja (1996, Verfilmung in einer spanisch-peruanischen Koproduktion 2000). Der Roman Las películas de mi vida (dt.Titel: Die Filme meines Lebens. Ein Roman) wurde 2003 zunächst in Chile publiziert, bevor er im gleichen Jahr in den USA auf Spanisch und in englischer Übersetzung (The Movies of my Life) erschien. Er wurde außerdem ins Italienische, Russische und Finnische übersetzt.
Seit Mala onda gilt Alberto Fuguet als Exponent einer „Nueva Narrativa Chilena“, einer realistischen und urban geprägten Schreibweise, die der Alltagskultur und den Problemen der latein-amerikanischen Gegenwart verpflichtet ist. Als Initiator und Mitherausgeber der legendären Anthologie McOndo (1996), die die Abkehr junger lateinamerikanischer Autoren vom „Magischen Realismus“ dokumentierte, wurde Alberto Fuguet zum Mitbegründer einer ganzen literarischen Bewegung. Als eloquenter Wortführer von McOndo erschien Alberto Fuguet 1998 schließlich auf dem Titelblatt von Newsweek, und 1999 kürten ihn das Magazin Time und der Fernsehsender CNN zu einem der „fünfzig Leader des Kontinents im neuen Jahrtausend“.
Seine Leidenschaft für den Film dokumentiert sich auch in Alberto Fuguets professioneller Beschäftigung mit dem Medium, nicht nur als Filmkritiker für die Tageszeitung El Mercurio: Er verfasst Drehbücher, engagiert sich mit seiner Firma cinépata als Produzent und hat im Herbst 2005 seinen ersten eigenen Spielfilm herausgebracht.
Alberto Fuguet lebt in Santiago, Chile.
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